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Markt Zell im Fichtelgebirge  |  E-Mail: info@markt-zell.de  |  Online: http://www.markt-zell.de

 

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Letzte Änderung:
22.09.2017

Das Postwesen in Zell im Fichtelgebirge

Post

Am 01. September 1890 wurde eine königliche Postexpedition in Zell errichtet - vermutlich im Hauses des Herrn Bürgermeisters Friedrich Linhardt, der zugleich zum ersten Postexpeditor ernannt wurde.

Die Geschichte der Post beginnt in Zell bereits lange vor jenem 01. September 1890. Schon ab April 1852 kam die Post nach Zell und zwar in Form von Botengängen, viermal pro Woche von Münchberg aus. Ab 1886 wurde die Gemeinde dann postalisch von Sparneck versorgt, ehe sie vier Jahre später ihre "Selbständigkeit" erlangte und eine eigene Expedition erhielt.

Bereits acht Jahre später, am 01. Oktober 1898, war eine "Beförderung" fällig: Zell wurde, nach wie vor unter Friedrich Linhardt zur Postagentur erhoben. Zur Aushilfe wurde der Lehrer Heinrich Schneider, Linhardts Schwiegersohn, eingestellt.

Am 18. Oktober des Jahres 1902 wurde die Eisenbahnlinie Münchberg - Zell eröffnet und damit begann auch für die Post eine neue Ära. Die Bahnpost unterstand damals übrigens dem Zeller Postboten.

Am 15. Januar 1906 wurde der pensionierte Schutzmann Adam Schott zum neuen Postagenten ernannt. Gleichzeitig siedelte man zum ersten Male um: Das Haus Nummer 45 (heute: Marktplatz 4) war fortan neues Domizil. Gut zwei Jahre später, am 01. Juli 1908, wechselte der "Zeller Postmann" erneut. Mit Georg Müller war es wieder ein pensionierter Schutzmann, der ins Amt berufen wurde. Er sollte seinen Dienst mehr als drei Jahrzehnte lang versehen.

Das nächste wichtige Datum in der Zeller Post-Chronik war der 1. September 1938. Genau ein Jahr vor Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde Christof Schneider Posthalter. Er übte dieses Amt bis Kriegsende aus. Nach dem Krieg ruhte zunächst einmal der Postdienst.

Erst ab 20. Juli 1945 verkehrten zwei- bis dreimal in der Woche wieder Boten zwischen Münchberg und Zell. Zwei Monate später, am 20. September, konnte unter der Agentin Mathilde Strößenreuther wieder ein voller Postdienst entstehen. Am 01. Juni 1946 übernahm August Krauß die Agentur. In den Jahren 1950 bis 1952 erfolgte dann ein häufiger Wechsel der Posthalter. Am 04. November 1952 wurde die Postagentur Zell Zweigpostamt, zunächst unter dem Hauptpostamt Münchberg, später, nachdem auch dieses Hof zugeteilt war, kam auch Zell zur Saalestadt. Postschaffner des neuen Zweigpostamtes wurde Albrecht Jahreiß. Auch dieser sollte nur drei Jahre lang seinen Dienst versehen, denn schon am 15. Dezember 1955 kam mit Willi Purucker ein neuer Leiter der Zeller Post.

Wieder verging nur kurze Zeit, ehe der nächste einschneidende Wandel erfolgte: Am 31. März 1959 wurde die Bahnpost eingestellt. Seit 1964 war Günther Bloß Vorsteher des Zweigpostamtes Zell. Er erlebte den zwischenzeitlichen Umzug in das Anwesen Marktplatz Nr. 13 (heute Marktplatz 1) ebenso wie die 1981 erfolgte Eingliederung der Post in den Rathauskomplex, in das Gebäude Bahnhofstr. 10.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Postjubiläum

Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens wurde im Postamt am 01. September 1990 eine kleine Feierstunde abgehalten. Zugleich wurde in der Raiffeisenbank Zell eine liebevoll arrangierte Ausstellung zur Postgeschichte der Gemeinde eröffnet. Dieter Leopold aus Kleinlosnitz hatte diese Ausstellung vorbereitet, die zwei Wochen lang im Schalterraum der Bank zu sehen war.

In vier Schaukästen wurde darin die Zeller Postgeschichte anhand vieler, zum Teil sehr seltener Exponate aufbereitet. Aus Anlass dieses Jubiläums entwarf Dieter Leopold auch einen Sonderstempel, der ebenso viel Anklang bei den Sammlern fand wie eine Erinnerungskarte.

 

Die Postleitzahl von Zell änderte sich von 8665 auf 95239.

Grossansicht in neuem Fenster: Postleitzahl neu

 

 

Mit der Pensionierung von Günther Bloß

am 30.September 1996 endete nun

vorläufig die Geschichte des Zeller Postamtes,

denn dieses wurde zum gleichen Zeitpunkt

von der Deutschen Post AG geschlossen.

 

Nunmehr ist eine Postagentur eingerichtet.

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